Software

… in ein paar Worten

Software ist eigentlich programmieren. Programmieren ist die Fähigkeit, mit wichtiger Miene schnell auf einer Tastatur zu tippen, jede Menge Kaffe zu trinken und interessante Kombinationen von Schimpfworten zu verwenden, aus denen am Ende ein Programm wird. Das ist die äussere Sicht.

Die inner Sicht ist die einer Reise: Man begibt sich in ein fremdes Land, in dem die Leute Begriffe und Ideen verwenden, die man noch nicht kennt. Und weil einen alle erwartungsfroh anschauen, muss man die neue Kultur möglichst schnell lernen und begreifen, was das Problem ist. In der Regel sagt ein Kunde a), meint b) braucht aber c) – und diesen Dreisprung muss man machen (und wieder zurück, um dem Kunden zu erklären, warum es c) und nicht a) ist) – das nennt sich Requirements-Engineering. Wenn man c) verstanden hat (und hier kann man wunderbar philosophieren, was „verstehen“ bedeutet), setzt man das in Strukturen um – mit dem Minimum, was notwendig ist, dass c) ein c) ist. Dann programmiert man es – und hofft, dass man es wirklich verstanden hat. Programmieren selbst ist noch mal etwas ganz eigenes – dazu schreibe ich irgendwann nochmal etwas. Wenn man dann fertig ist, dann wird es richtig spannend: Hat man das getroffen, was der Kunde wirklich wollte?

Programmieren ist der Weg von ersten Gesprächen hin zu etwas, das Menschen in ihrem täglichen Leben verwenden – und das ist die spannende innere Sicht.

Warum interessiert mich das?

Das scheint so etwas wie Dharma zu sein – schon in der Grundschule war ich fasziniert von Mengenlehre, von den Beziehungen von Elementen zueinander.

„Dharma“ ist Sanskrit für „Pflicht, Verpflichtung, Ding, das man tun muss (und idealerweise aus einer inneren Motivation heraus)“.

Und weil Yoga und Ayurveda so unglaublich hilfreich sind, den Weg zu sehen, den man gehen muß/soll/darf (und das ist meine persönliche Definition von „dharma“ – der Weg), laufe ich den Weg weiter, immer neugierig, wohin er mich als nächstes führt – und wenn ich ehrlich bin zu mir selbst (noch so etwas, was man bei Yoga lernt), dann kann ich gar nicht anders.

„Die Straße gleitet fort und fort,
weg von der Tür, wo sie begann,
weit über Land, von Ort zu Ort,
ich folge ihr, so gut ich kann“

(J.R.R. Tolkien)